Der nachfolgende Text stammt nicht aus unserer Feder, sondern von Annette Schäuble, einer Mehrkatzenhalterin, welche einer unserer Norwegerinnen ein wunderbares & katzengerechtes Heim gegeben hat.

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Hilfe, meine Katze pullert nicht ins Klo!

Der Horror eines jeden Katzenbesitzers: die Katze/der Kater benutzt das Katzenklo nicht, sondern pullert in die Ecke oder schlimmer noch auf die Couch oder das Bett! Hier ist Ursachenforschung wichtig. Eine Katze macht so etwas nicht ohne Grund.

Bei Mehrkatzenhaushalten ist es auch besonders wichtig herauszufinden, wer der Übeltäter, die Übeltäterin ist (ja, auch Kätzinnen können unsauber werden).
Unter Unsauberkeit versteht man das Markieren mit Urin bzw. Urin- oder Kotabsatz außerhalb des Katzenklos (bei kastrierten Tieren). Bei unkastrierten Katern (und auch bei manchen Katzen) hat das Urinieren eine ganz andere Bedeutung, es dient nämlich der Reviermarkierung. Dies ist hier aber nicht gemeint. Wenn die unkastrierte Katze hier und da ein wenig hinpullert, ist sie wahrscheinlich rollig und auch unkastrierte Kater markieren mit Urinspritzern (oder auch Kotabsatz) infolge sexueller Aktivität ihr Revier. Das ist ganz natürlich.

Urinmarkierungen können im Hocken oder Stehen abgesetzt werden oder auch in großen Mengen (wie auch Kot) im Sitzen.

Mögliche Ursachen können neue Einrichtungsgegenstände sein aber auch neue Katzen in der Nachbarschaft oder im eigenen Haushalt oder aber ein neuer menschlicher Mitbewohner (z.B. Baby) oder ein neues Haustier. Auch Veränderungen der Beziehungen der Katzen im Haushalt untereinander (Rangordnungsänderungen), sowie der Auszug von Bezugspersonen können Auslöser sein.

Eine unsaubere Katzentoilette (Katzen sind sehr saubere Tiere!) oder auch erlerntes Fehlverhalten, wenn bei einer Erkrankung unbeabsichtigt Urin und Kot woanders abgesetzt wurden und die Stelle immer noch nach Katzenklo riecht. Manchmal hat die Katze beim Toilettengang auch Schmerzen und meidet das Klo nach der Genesung weiterhin, weil sie es nur noch mit dem Schmerz in Verbindung bringt.

Zuweilen werden Katzen beim Toilettengang von anderen Katzen förmlich gemobbt oder aber ein angst auslösendes Ereignis (z.B. ein lauter Knall) während die Katze auf der Toilette war sind die Ursache für die fortane Vermeidung des Katzenklos.

Neben diesen psychischen Faktoren gibt es aber auch diverse organische Ursachen. Deshalb ist es so wichtig, den Grund heraus zu finden.

Was ist zu tun?

Zuerst sollte die betroffene Stelle gründlich sauber gemacht werden. Dazu bitte keine gängigen Haushaltsreiniger benutzen, denn die riechen meist wie Katzenurin nach Ammoniak und werden deshalb von der Miez wieder übermarkiert. Am besten neutrales Seifenwasser verwenden. Mittlerweile gibt es auch einiges an speziellen Reinigern mit Mikroorganismen extra gegen Katzenurin, so dass der Geruch auch aus Teppichen und Polstermöbeln weg zu bekommen ist.

Sauberkeit des Katzenklos überprüfen!

Ggfs. Das Katzenklo auf die bepullerte Stelle stellen.

Futterschale auf die bepullerte Stelle stellen.

Katzenkorb/Zimmerpflanze auf die Stelle stellen.

Stelle mit (Alu-)Folie abdecken. Wenn öfter die Couch oder das Bett bepullert wird, ruhig zu großen Plastikfolien greifen und das Möbel großflächig abdecken. Das erspart den (manchmal täglichen) Stress des Neubepullerns.

Manchmal hilft auch Feliway. Das kann auch genauso gut nach hinten losgehen und es wird noch mehr gepullert. (Feliway ist die synthetische Nachbildung des Gesichtspheromons der Katze. Mithilfe dieses Pheromons kennzeichnet sie den Bereich ihres Reviers, in dem sie sich sicher und geborgen fühlt.)

Katzenklos als Ursache für Unsauberkeit:
Richtige Anzahl: so viel Toiletten wie Katzen plus eine (auf jeder Etage sollte aber mindestens eine stehen)

Falsches Streu. Verschiedene Sorten testen, Orangenduft muss nicht unbedingt beliebt sein

Richtige Größe. Oft sind die Klos, zu klein, zu niedrig

Bauart: ein offenes Klo ist oft besser als ein geschlossenes

Standort: geschützt (mit Rücken zur Wand, nicht an belebten Stellen); nicht in der Nähe von Fress- und Trinknapf

Sauberkeit: jede Katze hat eine andere Toleranzgrenze

Achtung: NIEMALS die Katze (oder den Hund) mit der Nase in ihre Ausscheidungen stuken und ausschimpfen.

Das hilft natürlich nicht weiter und das Gegenteil ist eher das Fall:
Das verängstigte Tier wird nur noch scheuer und unsicherer und unsauberer.

Unsere Erfahrung sagt, dass bei wirklicher, immer wiederkehrender Unsauberkeit von Katzen eigentlich nur Tierkommunikation mit Hilfe von Homöopathie etwas bringt.

Wir haben auch nie daran geglaubt, dass unsere Katzen jemals markieren würden. Unsere doch nicht! Ha, weit gefehlt: bis bei uns die Pullerattacke los ging! Eigentlich hatten wir (und haben wir jetzt wieder) eine wunderbar harmonische Katzenfamilie. Bis unser ältester Kater Mumpitz starb.

Er war ein sehr ruhiger Maine Coon und hat die Rasselbande immer in Schach gehalten. Nach seinem Tod brach hier das Chaos aus und die verbliebenen Jungkater versuchten sich im Chef-Sein. Entsetzlich! Und das, obwohl alle kastriert sind!

Natürlich probierten wir die üblichen Bachblüten und Homöopathika aus, die es so gibt. Aber wie gesagt, jetztendlich hat nur die Katzenkommunikation mit Unterstützung der jeweiligen Konstitutionsmittel gewirkt; als I-Tüpfelchen gab es dann spezielle Bachblüten zum Schluss.

Die Gründe waren teilweise so bizarr, die hätte man bei einer normalen Anamnese niemals herausgefunden. (Danke hier an Barbara und Lina!)

Der Vollständigkeit liste ich hier trotzdem diejenigen Mittel auf, die bei einem Großteil der Katzen helfen können. Wenn nicht, nicht zu lange warten und einen guten Kommunikator kontaktieren. Das spart viel Zeit, Nerven und auch Geld (Reinigungsmittel, neue Möbel…) Sonst probiert man oft vergeblich zu lange mit BB oder Homöopathie herum. Und gerade bei letzterem sollte man nicht einfach drauflos mal schnell ein paar Globuli verabreichen, da es ja nichts schaden kann.

Sicher ist, dass man BB nicht überdosieren kann. Der Körper nimmt das auf, was er braucht und das andere hat keine Wirkung und wird nicht angenommen. Deshalb kann man BB privat anwenden, ohne einen Therapeuten zu konsultieren. Wenn man die falsche BB gibt/wählt, dann kommt es halt zu keiner Wirkung. Bei Homöopathie kann es mitunter anders sein.

Bachblüten:

Beech, Chicory, Heather, Holly, Pine

Homöopathie:

Anwendung: jeweils über drei Tage hintereinander jeweils eine Gabe täglich. Wichtig ist, immer den Erfolg abzuwarten und nicht gleich ein anderes Mittel zu wählen, wenn nicht sofort eine Besserung passiert. Homöopathie heißt Geduld!

Calcium carbonicum Hahnemanni: Dominanzproblem mit Halter/anderer Katze

Potenz: D12 3 x eine Dosis , C30, C200, 3 x eine Dosis nach Bedarf bis zur Besserung

Chamomilla: Rivalität mit anderer Katze, Ärger, Eifersucht

Potenz C200, 3 x eine Dosis an alle Streithähne, dann Erfolg abwarten

(Chamomilla ist für gereizte, streitsüchtige Wesen, die sich über die Fliege an der Wand aufregen. Ich empfehle ALLEN Familienmitgliedern - und ich meine wirklich ALLE: Tiere UND Menschen - gleichzeitig Chamomilla C200 zu geben.)

Ähnlich ist Pulsatilla, aber nicht ganz so genervt. Hier C30 oder C200:

Pulsatilla wird schnell eifersüchtig und braucht viel Aufmerksamkeit. 3 x eine Dosis, dann Erfolg abwarten

Hyoscyamus: Eifersucht, demonstratives Markieren mit Harn und Kot

Potenz C30 oder C200, 3 x eine Dosis, dann Erfolg abwarten

Ignatia: Kummer, Heimweh, Schreck, Trauer

Potenz C30, 1 x wöchentlich bis zur Besserung

Lachesis: Eifersucht

Potenz: D12, 3 x 1 Dosis, C30 3 x 1 Dosis, C200 3 x eine Dosis nach Bedarf

Lycopodium: je nach Besitzer Dominanzproblem oder Angst, die Katze verunreinigt demonstrativ

Potenz: C30 3 x eine Dosis dann abwarten und ev. auf C200 erhöhen

Natrium muriaticum (Natrium chloratum): Stress, Kummer

Potenz: D12 3 x eine Dosis bis zur Besserung bzw. evtl. auf C30 oder C200 erhöhen

Achtung: Es kann jede Katze unabhängig vom Konstitutionsmittel unsauber werden!

Bei ganz harten Fällen hilft manchmal auch nur der Knast: Die unbelehrbare Katze/Kater wird eine zeitlang zu einem lieben Freund/Familienmitglied ohne Katzen abgegeben. Manchmal muss Strafe eben sein. Das aber bitte unbedingt zusammen mit dem Kommunikator und der Katze besprechen! Niemals einfach so rauswerfen ohne dass der Missetäter den Grund weiß. Oftmals liegt das Malheur ja schon etwas zurück und die Katze sieht keinen Zusammenhang mit dem falschen Gepiesel und ihrem Auszug. Als Besitzer ist man oft zu genervt und auch wütend, es dem Mitbewohner richtig zu erklären.

Auch das Aussperren in den (gesicherten) Garten und das Verbot das Haus zu betreten können helfen. Aber auch hier bitte die Strafmaßnahme mit Hilfe eines Dolmetschers besprechen.

Und auch bitte niemals die Katze schlagen oder anderweitig misshandeln! Es gibt IMMER einen Grund, warum sie unsauber ist.

Unsauberkeit bei organischen Problemen bitte unbedingt mit dem Tierarzt/Therapeuten absprechen.

Helfen können Dulcamara und Cantharis bei Erkrankungen der Blase oder Niere;

Bei Folgen von einem Unfall ist Arnica nicht verkehrt; bei einem psychischen Schock hilft Aconitum C30.

Causticum Hahnemanni D6 bei Inkontinenz von Störungen im Nervensystem, auch altersbedingt, Folge von zu langem Urineinhalten

Petrosileum D6 bei Inkontinenz infolge einer Blasenentzündung, verursacht durch Funktionsstörungen; eher jüngere Tiere

Aloe D12, dann D3 bei Kot- und Urininkontinenz alter Tiere (evtl. Dauetherapie)

Barium carbonicum D4 bei Seniliät, die Katze hat vergessen, wo ihre Toilette ist (evtl. Dauertherapie)